Erdgas fahren rechnet sich

Alle Jahre wieder steigen die Spritkosten kurz vor Feiertagen und Ferien an. Im Vorteil ist, wer ein Erdgasauto fährt, denn damit lässt sich beim Tanken kräftig sparen. Und auch im Gesamtkostenvergleich schneiden Fahrzeuge mit dem alternativen Kraftstoff im Tank gut ab.

Durchschnittliche Preise pro Liter bzw. kg (Stand: Januar 2013): ERDGAS: 1,08 €/kg, LPG (Autogas): 0,79 €/l, Diesel: 1,44 €, Super Benzin: 1,57 €/l

An der Zapfsäule sparen Erdgasfahrer rund 50 Prozent im Vergleich zu Benzin, rund 30 Prozent gegenüber Diesel und rund 20 Prozent gegenüber Autogas (Flüssiggas). „Erdgas war, ist und bleibt der günstigste Kraftstoff an der Zapfsäule. Diese Wettbewerbsposition wollen wir auch in Zukunft halten“, erklärt Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer der erdgas mobil GmbH. Mit einem Durchschnittspreis von mehr als 1,65 Euro je Liter Super wurde bereits ein neues Hoch erreicht. Im Gegensatz dazu Kostet ein Kilogramm Erdgas – das rund 1,5 Mal so viel Energie enthält wie ein Liter Super – deutschlandweit im Schnitt nur 1,10 Euro. Ab wann lohnt es sich, in ein Erdgasfahrzeug zu investieren? Genaue Zahlen liefert der Wirtschaftlichkeitsrechner unter www.erdgas-mobil.de.

 

 

Niedrigere Kfz-Steuer: Nur 42 Euro im Jahr!

Mit Einführung der CO2-basierten KFZ-Steuer seit Juli 2009 sparen Erdgasfahrer sogar noch mehr: Grund: Ein Erdgasauto stößt bis zu 25 Prozent weniger CO2 aus als der vergleichbare Benziner. Der VW Passat TSI EcoFuel (Limousine) kostet deshalb unterm Strich 42 Euro Steuern. Zum Vergleich: Die CO2-Steuer eines vergleichbaren VW Passat mit Benzinmotor kostet dagegen 186 Euro, beim vergleichbaren Passat-Dieselmodell sind es 266 Euro.

Förderung durch Energieversorger

Darüber hinaus fördern viele Energieversorger in ihrem jeweiligen Versorgungsgebiet den Umstieg auf ein Erdgasauto – beispielsweise mit einem Zuschuss oder einem Tankgutschein. Entscheidender Faktor bei der rein ökonomischen Betrachtung bleibt aber der niedrigere Preis für den Kraftstoff ERDGAS.

ADAC-Kostencheck

Testsieger: Der Opel Zafira 1.6 CNG Turbo Eco Flex

Jedes Jahr ermittelt der ADAC, wie günstig alternative Antriebe im Vergleich zu konventionellen sind. Dafür werden alle kostenrelevanten Daten (Anschaffungspreis, Kraftstoffkosten, Wertverlust, Inspektionen, Ersatz von Verschleißteilen, Steuer, Versicherung etc.) einbezogen und die Kosten pro gefahrenem Kilometer innerhalb einer Haltedauer von vier Jahren berechnet. Das Ergebnis des letzten Vergleichs: Spitzenreiter ist der Erdgas-Passat Variant 1.4 TSI EcoFuel (Comfortline) von Volkswagen. Für dieses Fahrzeug sind die Kosten pro Kilometer 6,9 Cent geringer als für den vergleichbaren Benziner, was zu einer Ersparnis von bis zu 1.035 Euro bei einer Laufleistung von 15.000 Kilometern führt. Den zweiten Platz erreichte der Erdgas-Doblo 1.4 T-Jet 16V Natural Power von Fiat mit um 5 Cent geringeren Kilometerkosten gegenüber dem gleichwertigen Benzinmodell.

Bestätigung durch die dena

Mit dem Thema Wirtschaftlichkeit von Erdgasautos befasst sich auch die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in ihrer Studie „Erdgas und Biomethan im Kraftstoffmix“. Bei der Anschaffung eines Erdgasautos müsste man zwar im Vergleich mit Diesel- und Benzin-Pkw mehr ausgegeben, jedoch rechnet sich die Anschaffung wegen der niedrigeren Tank- und Fixkosten bei entsprechender Laufleistung. In Zukunft könnte sich die Amortisationszeit laut dena noch verkürzen. Die regierungsnahe Agentur erwartet eine stetige Verringerung der Preisdifferenz bei den Neufahrzeugen, da ein zunehmender Anteil baugleicher Komponenten zum Einsatz komme und weltweit die Produktionszahlen von Erdgasfahrzeugen steigen. Außerdem werde die Einführung des Abgasstandards Euro 6 die Wirtschaftlichkeit von Erdgasautos erhöhen. Grund seien verschärfte Anforderungen beispielsweise bei den Stickoxid-Emissionen, welche die Kosten für Diesel-Pkw und Diesel-Nutzfahrzeuge erhöhen dürften.