ERDGASTANKSTELLEN – Ein gut ausgebautes Netz

Rund 900 öffentliche Tankstellen stehen bereits heute flächendeckend zur Verfügung und das Netz wächst kontinuierlich. Alleine in diesem Jahr wurden mehrere wichtige Standorte an Autobahnen und im Umland erschlossen.

Unternehmen mit einer großen Flotte steht zudem die Möglichkeit offen, auf dem betriebseigenen Gelände eine solche Tankstelle zu errichten.

Das EU-weit einheitliche Verkehrszeichen für Erdgastankstellen weißt eindeutig auf die nächste Zapfsäule hin. (Grafik: dena)

Öffentliche Erdgastankstellen erkennen Sie an dem blauen CNG-Schild – und immer häufiger auch am grünen ERDGAS-Logo mit dem Blatt. Die Auszeichnung CNG sollte nicht mit LPG verwechselt werden, denn dies steht für Autogas. Beide Kraftstoffe tragen zwar Gas im Namen, sind aber in ihren Eigenschaften und ihrer Herkunft sehr unterschiedlich: Autogas ist ein Propan-Butan-Produkt und entsteht in der Erdöl-Raffinerie. Zudem gibt es zu Autogas keine erneuerbare Zukunftsperspektive. Ganz im Gegensatz zu ERDGAS, das aus Methan besteht: Der regenerative Zwilling BIO-ERDGAS (oder auch Bio-Methan) wird bereits heute an vielen Tankstellen beigemischt und kann bei einer vollständigen Beimischung die CO2-Emission gegenüber einem konventionellen Antrieb laut dena bis zu 97 Prozent reduzieren.

Die nächste Erdgastankstelle in der Nähe finden Sie über unseren Tankstellenfinder und den Routenplaner. Empfehlenswert für unterwegs: Das Overlay für Navigationsgeräte.

 

ERDGAS – Der Rohstoff

Die statische Reichweite von ERDGAS der heute erschlossenen Quellen wird weltweit auf mehr als 60 Jahre geschätzt. Gleichzeitig werden zunehmend neue Ressourcen entdeckt und erschlossen. Mit der fortschreitenden Beimischung von erneuerbaren BIO-ERDGAS wird ERDGAS zu einem unendlich verfügbaren alternativen Kraftstoff. (Grafik: dena)

ERDGAS kommt in nahezu jedem Teil der Erde als natürliche Ressource vor. Die bisher erschlossenen fossilen Erdgasvorkommen reichen laut Experten noch für mindestens 70 Jahre – bei gleichbleibendem Verbrauch. Allerdings werden zunehmend neue Vorkommen entdeckt und erschlossen. Die Versorgung ist damit langfristig und über viele Generationen gesichert. Gleichzeitig wird die Produktion von BIO-ERDGAS als unendlich verfügbare Ressource zunehmend gesteigert.

Der Vergleich mit dem Energieträger Erdöl – von dem der deutsche Verkehrssektor bislang zu über 95 Prozent abhängig ist – verdeutlicht das zusätzliche Reichweitenpotenzial von Erdgas. Unter Zugrundelegung der aktuellen Fördermenge ergeben sich globale statische Reichweiten für Erdöl von rund 40 Jahren, zusätzliche Potenziale sind – anders als bei ERDGAS, beschränkt, denn in 90 Prozent der Ölförderländer die Fördermaxima bereits nachweislich überschritten. Auch zeigt sich schon seit den 1960er Jahren ein Rückgang der jährlichen Erdölneufunde, seit 1981 liegen sie unter dem Verbrauch.

Zu den wichtigsten Bezugsquellen von ERDGAS zählen heute Großbritannien, Deutschland, Russland, Norwegen und die Niederlande. Global steigt die Zahl der Förderländer, die verflüssigtes ERDGAS (LNG) nach Europa exportieren. Zum Vergleich: Der Importanteil von Erdöl liegt bei 97 Prozent. Die für Deutschland wichtigsten Rohölbezugsländer sind Russland (32 Prozent), Norwegen (15 Prozent), Großbritannien (14 Prozent), Libyen (10 Prozent), Kasachstan (7 Prozent) und Aserbaidschan (3 Prozent). Etwa 29 Prozent der Rohöleinfuhren stammen aus britischen und norwegischen Nordseequellen, rund 21 Prozent aus OPEC-Staaten.

 

BIO-ERDGAS – Der regenerative Zwilling mit noch mehr Potential

BIO-ERDGAS-Tanks

Das aus natürlichen Stoffen gewonnene BIO-ERDGAS wird schon heute dem fossilen Brennstoff beigemischt. Dies ist nicht nur ein weiterer positiver Umweltaspekt, da so die klimaschädlichen Schadstoffe weiter reduziert werden können: Auch die heimische Landwirtschaft wird gefördert. BIO-ERDAGS wird aus Biomasse gewonnen, wird zunächst als Biogas gespeichert und dann in einem aufwendigen Verfahren zu BIO-ERDGAS aufbereitet. Alle erdgasbetriebenen Fahrzeuge können mit bis zu 100 Prozent BIO-ERDGAS betrieben werden.